Im Kampf gegen üble Gerüche
Sie entstehen in Industriebetrieben, Kläranlagen, landwirtschaftlichen Betrieben, Raffinerien oder bei der medizinischen Cannabis-Produktion: Die Rede ist von Geruchsemissionen, die nicht nur eine Belästigung für Anrainer darstellen können, sondern im worst case auch toxisch und damit schädlich für Mensch und Umwelt sind. Schritt für Schritt sagen die EU-Staaten Geruchsemissionen mit neuen Vorschriften den Kampf an. ACAT hat eine breite Palette an Produkten und Lösungen zur Beseitigung von Gerüchen im Portfolio.
Schauplatz Italien: Dort gilt seit Juni 2023 das erste Gesetz, mit dem Geruchsemissionen klar begrenzt werden. Italien ist damit das zweite Land der Europäischen Union nach Deutschland, in dem es ein Gesetz gegen Geruchsbelästigung gibt. Die Werte sind in Italien seit dem Vorjahr eindeutig definiert: So darf die Europäische Geruchseinheit (GE), welche die Konzentration von Geruchsstoffen abbildet, nicht über 5 GE/m³ liegen. Eine Geruchseinheit je Kubikmeter (1 GE/m³) stellt per Definition die Geruchsstoffkonzentration an der Geruchsschwelle dar, die bei 50 Prozent der Bevölkerung zu einem Geruchseindruck führt.
In anderen EU-Staaten wie Österreich, Spanien oder Griechenland gibt es aktuell nur Vorschriften darüber, was im Falle von Beschwerden der Bevölkerung zu tun ist, und Richtlinien, die zu befolgen sind, um Auswirkungen von Geruchsemissionen zu mindern. Doch der Wind beginnt sich langsam zu drehen: Immer mehr Staaten bereiten verbindliche Regelungen mit Grenzwerten vor, um die Auswirkungen von Geruchsemissionen auf die Bevölkerung zu verringern und zu mildern.
ACAT engagiert sich seit vielen Jahren sehr intensiv in der Bekämpfung von Gerüchen, berichtet Luca Faggionato (ACAT Mailand): „Aus unserer Sicht ist das ein sehr wichtiges Thema, gerade für Menschen, die in der Nähe von Industrie- und Produktionsstandorten leben und daher jeden Tag von Geruchsemissionen betroffen sein können.“ Gesetze und Verordnungen sind die Grundlage, um Geruchsemissionen zu regulieren. „Meiner Meinung nach spielen die Gesetze eine Schlüsselrolle für die gesamte Welt der Geruchsbehandlung, weil wir endlich Richtlinien haben, an die wir uns halten können. Außerdem bewegen wir uns darauf zu, dass Unternehmen sich zur Geruchsreduzierung und -kontrolle verpflichten müssen.“
Vermindert und eliminiert werden können die Gerüche aber nur mit passenden Lösungen. „ACAT hat das Know-how und eine breite Palette von Produkten im Angebot, mit denen Gerüche effektiv bekämpft werden können“, erläutert Faggionato. Dazu zählen etwa die Ecosorb®-Produkte, die Gerüche beseitigen, indem sie die Geruchsmoleküle abbauen und neutralisieren. Es handelt sich um ungiftige, pflanzliche Produkte, deshalb sind sie sicher für Mensch und Umwelt. Ecosorb®-Produkte sind Mischungen aus natürlichen Pflanzenölextrakten, Emulgatoren in Lebensmittelqualität und Wasser. Derzeit gibt es zwei Produktlinien: eine auf Ölbasis (ätherische Öle + Träger auf Pflanzenbasis) und eine auf Wasserbasis (ätherische Öle + Träger auf Wasserbasis). Erstere werden als Zusatzstoffe in Bereichen wie Asphalt, Kunststoff und Recycling verwendet. Letztere hingegen werden in die Luft gesprüht, um Gerüche zu neutralisieren, die in Industriezweigen wie Kläranlagen, Asphalt, Kunststoffen, Düngemitteln, Raffinerien, Gerbereien und medizinischem Cannabisanbau entstehen. Für die Anwendung von Ecosorb®-Produkten hat ACAT außerdem eigene Anlagen zur Geruchsbekämpfung entwickelt: Die Bandbreite erstreckt sich von Zerstäubungs- und Verdampfungssystemen bis zu Nebelwaschanlagen.