Erhöhung der Füllstoffretention
Eine neue Entwicklung am Polymersektor ermöglicht es, die Füllstoffretention gezielt zu erhöhen ohne die Entwässerung zu beeinflussen. Auch die Festigkeitseigenschaften werden kaum verändert. Dieses Verfahren erlaubt es, damit den Eintrag von "natürlichem" Füllstoff durch den Einsatz von Altpapier besser zu nutzen und Fasern einzusparen.
Eine neue Entwicklung am Polymersektor ermöglicht es, die Füllstoffretention gezielt zu erhöhen ohne die Entwässerung zu beeinflussen. Die Festigkeitseigenschaften werden ebenfalls kaum verändert. Dieses Verfahren erlaubt es, damit den Eintrag von "natürlichem" Füllstoff durch den Einsatz von Altpapier besser zu nutzen und Fasern einzusparen.
Zum Einsatz kommen Polyacrylamide auf amphoterer Basis. Wesentlicher Faktor ist der Dosierort der verwendeten Produkte. Diese sollten möglichst im Dickstoffbereich verwendet werden. Es ist sogar möglich, die Produkte im Bereich des Pulpers zu verwenden, um den Verlust von Füllstoff zu minimieren.
Als Anwendungsgebiet interessant sind alle Papierproduktionen auf Basis Altpapier, bei denen die Erhöhung des Füllstoffgehalts erwünscht oder möglich ist, um damit Fasermaterial einzusparen. Die Produkte sind kein Ersatz für Retentionsmittel, sondern ein zusätzliches Produkt. Eine Einsparung im Bereich des Chemikalienhaushalts ist aber sehr wohl möglich.
Als Praxisbeispiel sei ein Maschinenversuch an einer Zeitungsdruckmaschine angeführt. Die Maschine produziert etwa 35 t/h bei 1500 m/min. Der Eintrag besteht aus DIP und TMP, wobei nur geringe Mengen GCC (etwa 3,5%) zusätzlich dosiert werden. Die Versuchsanordnung ist in der Grafik ersichtlich. Die Dosiermenge des neuen Polymers betrug etwa 500-750 g/t (bezogen auf den Aktivgehalt).
Als Ergebnis des Versuchs sind folgende Parameter zu nennen:
- Erhöhung der Ascheretention von 35% auf 50%
- Aschegehalt im Papier von 9,9% auf 13,1%
- gesteigert
- Kein Einfluss auf OBA und Farbstoffe
- Die mechanischen Eigenschaften blieben
- im Wesentlichen unverändert
- Das kationische Polymer im Retentionssystem
- konnte von 300 auf 240 g/t reduziert werden
- Durch weiße Erhöhung konnte die Dithionit-
- menge reduziert werden.
Die Aufbereitung der Produkte ist sehr einfach. Die Polymere liegen in wasserlöslicher Form vor und werden lediglich mit einer Dosierpumpe und einer Nachverdünnungseinheit aufbereitet und dosiert. Unsere Anwendungstechnik berät Sie gerne und unterstützt Sie bei der Durchführung von Labor- und Maschinenversuchen.
Text: Alexander Frank